Taxifunk per App: So funktioniert Funk über das Handy
Das klassische Funkgerät hat im Taxi einen Vorteil, den kein Telefonat bietet: Einer spricht, alle hören mit. Funk-Apps bringen genau das aufs Handy – ohne Geräte, ohne eigene Anlage.
Wie Funk über das Handy funktioniert
Statt über eine Funkfrequenz läuft die Sprache über das mobile Internet. Wer die Taste gedrückt hält, spricht in einen gemeinsamen Kanal; alle anderen im Kanal hören ihn sofort, live. Lässt er los, ist der Kanal wieder frei. Das Prinzip heißt „Push-to-Talk“ und fühlt sich an wie ein Funkgerät.
Weil der Kanal an den Betrieb gebunden ist, hören nur die eigenen Leute mit – nicht jeder, der zufällig dieselbe Frequenz eingestellt hat.
Was es an Daten braucht
Sprache ist sehr sparsam. Moderne Sprach-Codecs brauchen beim Sprechen nur wenige Kilobyte pro Sekunde – ein normaler Mobilfunktarif reicht dafür problemlos. Solange niemand spricht, fließen praktisch keine Daten.
Grenzen, die Sie kennen sollten
- Ohne Mobilfunkempfang kein Funk – in Tunneln oder abgelegenen Tälern kann es kurz aussetzen.
- Telefone schränken Apps im Hintergrund ein. Gute Funk-Apps funken Fahrer deshalb zusätzlich per Benachrichtigung an, wenn die App gerade nicht offen ist.
- Das Handy gehört in eine Halterung: Funken per Tastendruck ja, Tippen während der Fahrt nein.
Datenschutz beim Funk
Fragen Sie nach, ob Gespräche aufgezeichnet werden und wo der Server steht. Für einen Betriebsfunk ist eine Aufzeichnung meist gar nicht nötig – und was nicht gespeichert wird, kann auch nicht in falsche Hände geraten. Ein Server in der EU macht die Sache mit der DSGVO deutlich einfacher.
So macht es CapoRide: Der Funk läuft live über einen eigenen Server in Deutschland und wird nicht aufgezeichnet. Wer nicht in der App ist, bekommt einen Funkruf als Benachrichtigung.
Für wen sich das lohnt
Für Betriebe, die heute ein Funkgerät nutzen und die Geräte oder die Anlage nicht erneuern wollen – und für alle, die bisher nur telefonieren und sich den „einer spricht, alle hören“-Moment wünschen.